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Dieses möchte ich im Laufe der Zeit nachholen. Die Vorstellung vom 19. Dezember '86 ist keine andere als, daß ich glaube, daß es scheißegal ist, ob in einer Discothek, die 250 Personen faßt, drei Menschen unterwegs sind oder 250, soweit die drei Personen genauso aussehen wie die 250. Man hat so seine Vorbehalte gegen Truppentherapie.
Vermutet man etwas Bildhübsches oder etwas Absonderliches, ist dies nur ein Beweis dafür, daß man es nicht wahrhaben will. Selbstverständlich gilt auch hier die Ausnahme. Eine davon bin ich natürlich, da ich nicht nur glaube, daß ich besser aussehe (besser bin), sondern derjenige, der den ganzen Stall durch wissenschaftliche Arbeit zusammenhält, bis diese die abschließende Erkenntnis gebracht hat. Kindliche, jugendliche und nun mittlerweile mittelalterliche Gezeiten meiner Forschung waren geprägt durch den Blick zur Tür. Erstens: Wer kommt da rein? Zweitens: Da könnte ja jemand reinkommen (jemand Besonderes)! Und drittens: Wenn ich jetzt gehe, bevor der Laden dicht macht, könnte ich denjenigen oder diejenige Person, die den Beweis für die Ausnahme liefern könnte, verpassen. Zweitens - und das sei ehrlicherweise dazu gesagt - mußte ich als Kind immer pünktlich ins Bett. Dagegen wehre ich mich noch heute. Doch zurück zum heutigen Tag zwischen drei Uhr fünfzehn und fünf Uhr. Auf die nächtliche Frage, die ich an Michael Krebber, der als ein in sich gekehrter beobachtender steifer amRandeder DisoTanzflächestenderTyp, stellte »Was sagst Du dazu?« Er darauf: »Wozu?« MaKi: »Ja, zur Disco hier und so!« Er darauf: »Ich könnte viel dazu sagen, aber ich bin alleine hier.« Sehen Sie, der Mann hat's schon beinah. Ich fügte hinzu: »Unter humanen Bedingungen.« Denn solange man nicht auf's Ganze geht, heißt das Motto »Nie wieder allein oder jetzt noch nicht«."
- Anmerkung zum Video: ca. nach 35 Sekunden kommt "Ratten-Jenny" ins Bild (nimmt Blumen aus der Vase), DIE hatte MK ein paar Jahre zuvor NICHT! durch zu frühes Gehen verpasst. Zusammen mit einigen Punks hatte sie MK, spaeter von ihm als "Dialog mit der Jugend" verarbeitet, böse die Fresse zerschnitten. Und zwar im "Café Central"!!! am Nollendorfplatz. Nicht wegen der Bierpreise im SO36 - Kippy hatte wohl zu vorgerückter Stunde Jenny's Denkvermögen überstrapaziert, was sie auf eigene Art mit einem abgebrochenen Flaschenhals beantwortete. Danach ging Martin Kippenberger nach Paris.
text und video sind voellig getrennt von einander entsanden ( haben nichts miteinander zu tun).- KH
Text: Martin Kippenberger
Video: Knut Hoffmeister
Musik: John Lee Hooker/Carlos Santana (allet nur jeklaut)
Link: Geile Tiere im Dschungel
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